WordPress hat das Internet auf eine gewisse Art und Weise revolutioniert. Mit der ersten wirklich populären Blogsoftware war es plötzlich für jeden Internetuser möglich ohne jegliche HTML- oder Programmierkenntnisse im Internet zu publizieren. Auch ich war ein früher WordPress Nutzer und auch dieser Blog hat (noch) WordPress unter der Haube.

Seit längerer Zeit bin ich allerdings der Meinung, dass das Softwarepaket WordPress zu mächtig geworden ist. Es hat sich immer mehr zu einem vollständigen Content-Management-System entwickelt, das mittlerweile zu viel mehr fähig ist als nur das einfache Publizieren von Blogbeiträgen. Meiner Meinung nach ist es ein perfektes CMS für professionelle Onlinemagazine, aber eben nicht für einfache Blogs. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht, die lediglich das bietet, was ich wirklich brauche.

Welche Funktionen brauche ich zum Bloggen wirklich?

Als Blogger will ich regelmäßig neue Inhalte publizieren. Diese Inhalte möchte ich verschiedenen Kategorien und Stichworten zuweisen können. Außerdem möchte ich die Möglichkeit haben statische Seiten anlegen zu können um beispielsweise das Impressum auf meiner Seite einfügen zu können.

Mit einem Blick in Richtung Suchmaschinenoptimierung ist es mir auch wichtig, dass ich per mod_rewrite sprechende URL’s vergeben kann und ich mich detailliert um die Onpage-Optimierung bei jedem einzelnen Blogbeitrag kümmern kann.

Mein erster Test mit Serendipity

Da ich wusste, dass auch schon andere Blogger, deren Blogs ich lesen, erfolgreich auf die Blogsoftware Serendipity umgestiegen sind und damit gute Erfahrungen gemacht haben, habe ich es ausprobiert. Auf einer Domain, die schon viel länger hätte mit Inhalt versorgt werden sollen, habe ich Serendipity nun erfolgreich installiert.

Als ich das Softwarepaket heruntergeladen habe wurde meine Euphorie allerdings etwas gedämpft. Die Größe der ZIP-Datei beträgt ebenfalls wie bei WordPress mehr als 6 MB. Was ich jedoch nicht wusste war, dass mit dem Standardpaket gleich mehrere Templates und sehr „bloggingnützliche“ Plugins mitgeliefert werden. Die einzelnen Plugins sind nach der Installation des Blogs nicht aktiviert, sondern werden erst durch einen Klick zu den aktiven Plugins hinzugefügt.

Für alle Schritte der englischsprachigen Installationsdokumentation habe ich ca. 3 Minuten gebraucht. Danach war mein erster Serendipity-Blog auch schon online.

Template-Auswahl hält sich in Grenzen, aber ist das wirklich so schlimm?

Natürlich ist WordPress auch aufgrund der unzählbaren kostenlosen Themes dermaßen bekannt geworden. Die Auswahl der Serendipity-Templates hält sich noch in Grenzen. Aber Hand auf’s Herz: sind die Templates wirklich so wichtig? Mir persönlich ist es viel wichtiger, dass ich alles was auf meinem Blog passiert im Griff habe und es wenn nötig anpassen kann.

Damit ich das kann, muss ich mit dem System aber auch sicher umgehen können. Deshalb folgt hier auf diesem Blog in den nächsten Tagen unter anderem noch ein Tutorial, wie man sein eigenes Serendipity-Template erstellen kann.

Der erste Beitrag und die erste statische Seite

Das erstellen des ersten Blogbeitrags auf meinem neuen Blog war einfach und so wie ich es mag. Hier muss noch mit HTML gearbeitet werden, Buttons geben einem allerdings die HTML-Tags und Attribute für Links, Bilder und Zitate auf Wunsch vor.

Meine erste Herausforderung kam allerdings, als ich das Impressum der Seite erstellen wollte. Ich habe im Grundsystem keine Möglichkeit gefunden eine statische Seite anzulegen und zu pflegen. Ein kurzer Blick auf die Homepage von Serendipity konnte mir allerdings schnell helfen. Für das Anlagen und Pflegen statischer Seiten ist ein so genanntes „Ereignis-Plugin“ namens, wer hätte es gedacht, „statische Seiten“ notwendig.

Ein erstes Fazit

Eines steht fest: ich werde mich mit Serendipity weiter beschäftigen. Ich plane aus diesem ersten Artikel eine eigene Artikelserie zu machen, in der ich zum Einen nochmals detailliert erkläre, wie die Software auf dem Webspace installiert wird. Weiterhin will ich ein Tutorial über das Erstellen von eigenen Templates sowie Plugins machen.

Mein erster Eindruck dieser Software ist sehr gut. Die Installation, das erste Publizieren von Inhalten und die Erstellung von statischen Seiten ist absolut einfach. Außerdem bin ich begeistert, dass ich auf die Onpage-Optimierung der einzelnen Seiten einfach und leicht verständlich Einfluss nehmen kann.